Ostern 2020 - Symbol der Hoffnung für Millionen

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Feiertage sind für die meisten Menschen vor allem zusätzliche freie Tage. Dieses Jahr wird fast alles anders, und es ist auch eine Zeit des Nachdenkens, des Hoffens, der Sorge. Viele klammern sich an den 14. April, den „Oster-Dienstag“, und träumen davon, dass alles oder wenigstens manches wieder zur Normalität zurückkehrt.

Die Aussichten dafür sind eher gering, wahrscheinlich gibt es eine Verlängerung der Beschränkungen. Dies wäre eine neue Geduldsprobe und Nervenprobe für die ganze Gesellschaft. Und natürlich vor allem eine Verlängerung der riesigen Anstrengungen der Ärzte und Krankenschwestern.

Auch in dieser Situation brauchen wir „Mut zur Wahrheit“, aber genauso noch mehr moralische Unterstützung. Eine einzelne Fernsehansprache reicht nicht. Und es ist hier schon anzumerken, wie viele sich wegducken, die ansonsten permanent auf dem Bildschirm sind.

Wo ist Bundespräsident Steinmeier? Warum hält er keine aufmunternde und mitfühlende Rede?

Wo sind die selbsternannten „Eliten“? Hat es ihnen die Sprache verschlagen?

Wo sind all die Samariter, die sich um jeden Flüchtling sorgen? Kümmern sie sich jetzt um die Rentner und Alleinstehenden in Deutschland?

Und vor allem: wo ist die Kirche? Jetzt wäre der perfekte Zeitpunkt, sich um die Seele unserer Menschen zu sorgen, den Bürgern Trost zu spenden und aktiv zu helfen?

Wir brauchen einen vernünftigen Mittelweg zwischen Gesundheitsvorsorge und Wirtschaftsstärkung. Und wir brauchen eine Klartext-Diskussion über die Zukunft der EU. So wie sich die EU jetzt präsentiert, hilflos, kompetenzarm und total zerstritten, eine solche EU brauchen und wollen die Bürger nicht mehr.

Ich wünsche allen eine schönes Osterfest und bleiben Sie gesund!