Coronakrise

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Das Krisenmanagement der Bundesregierung in der Coronakrise ist nichts weiter als ein reiner Willkürakt. Dieses Versagen zieht sich seit dem Beginn der ersten Meldungen aus China. Während das Ausmaß der Pandemie in China bereits bekannt war, beschwichtigte Gesundheitsminister Jens Spahn noch die Bevölkerung. Deutschland sei gut vorbereitet gewesen. Hier hätten bereits präventive Maßnahmen getroffen werden können, die die Freiheitsrechte der Bevölkerung in keiner Weise angegriffen hätten. Erhöhung von Labor- und Testkapazitäten, Aufstockung der intensivmedizinischen Plätze und eine entsprechende Krisenkoordination für die Krankenhäuser. Doch geschehen ist nichts.

Auch nach den ersten auftretenden Fällen in Europa und in Deutschland selbst wurde das Coronavirus zunächst noch mit einer Grippe verglichen, die kein höheres medizinisches Risiko darstellen würde. Jetzt sind jene, die die Grippevergleiche anstellen Verschwörungstheoretiker und Verharmloser. Vergessen wird dabei, dass genau diese Position vor ca. 7-9 Wochen noch die Linie der Bundesregierung gewesen ist.

Die Bundeskanzlerin Angela Merkel war zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht sichtbar gewesen. Sie schwieg sich aus und handelte nicht. Schließlich kam die Debatte über Schutzmasken im öffentlichen Raum an. Sowohl das Robert Koch Institut und die Bundesregierung nahmen von diesen Maßnahmen Abstand. Seit heute gelten in allen Bundesländern Tragepflichten für Masken in öffentlichen Verkehrsmitteln und dem Einzelhandel. Nach dem vollständigen Shutdown einer kompletten Volkswirtschaft und einem riesigen Milliardenpaket, welches einer der schwersten Rezessionen des Landes vorwegnehmen wird, sollen nun erste Lockerungen erfolgen.

Doch auch hier gibt es kaum koordiniertes Vorgehen, willkürliche Entscheidungen und eine massive Inkonsistenz. Baumärkte dürfen teilweise öffnen, Möbelhäuser wiederrum nicht. Spielplätze bleiben geschlossen aber Schulen öffnen bereits für einzelne Klassenstufen. Ladenflächen bis 800 qm² dürfen öffnen, doch die Hotels und Gastronomiebetriebe müssen auch weiterhin die Türen dicht machen.

Angela Merkel und Co führen uns nicht sinnvoll und mit Bedacht durch die Krise. Sie schaffen in der Bevölkerung und insbesondere in der mittelständischen Wirtschaft immer mehr Verunsicherung und Misstrauen. Die temporären hohen Umfragewerte sind nichts weiter als eine Momentaufnahme. Das böse Erwachen der Altparteien wird in den nächsten Monaten noch kommen.